Niederkleen im Jahre 2025 (Bericht Gießener Anzeiger)

05.04.2014

 

 

Kultur 02.04.2014

„Galerie am Falltor“: Yvette Barteczko und Kai Henning Stecher richten alte Hofreite für die Kunst her

Schöne Aussichten für die Kunst: Kevin Röhrig, Kai Henning Stecher und Yvette Barteczko (von links) in der „Galerie am Falltor“.

Foto: Rieger

NIEDERKLEEN - (ikr). Niederkleen im Jahre 2025: In dem beschaulichen Örtchen im Kleebachtal hat sich in den vergangenen Jahren eine kleine Künstlerkolonie angesiedelt, die zunehmend im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht. Keimzelle ist dabei die Galerie am Falltor, die seit ihrer Gründung 2014 Künstler aus nah und fern anzieht.

Zurück in die Gegenwart: Der gewagte Blick in die nahe Zukunft könnte durchaus Realität werden, denn die Galerie am Falltor“ gibt es zumindest schon. Yvette Barteczko und Kai Henning Stecher haben sie gemeinsam mit dem in Gründung befindlichen Förderverein für mittelhessische Kunst und Kultur (FMKK) ins Leben gerufen. In der Falltorstraße 1 haben die beiden kunstinteressierten Geschäftsleute aus Niederkleen eine alte Hofreite gekauft, die sie komplett einer künstlerischen Nutzung zur Verfügung stellen wollen. Nach umfangreicher Sanierung wird dort in Kürze die Galerie am Falltor beheimatet sein, ein Projekt, das vom FMKK bewirtschaftet werden soll, der in dem ansprechend renovierten Gebäude auch seinen Vereinssitz haben wird.

Vor einigen Tagen wurde der schmucke Schriftzug an der Außenfassade angebracht, Anlass für das Hausbesitzerpaar, Galerie und Verein vorzustellen: Die Idee, eine Galerie zu machen, hatten wir schon länger. Als wir die Hofreite, die ihre Ursprünge vermutlich im 18. Jahrhundert hat und anschließend historisch gewachsen ist, gefunden hatten, wollten wir zunächst im hinteren Teil der Hofreite eine Galerie einrichten und den vorderen Teil vermieten. Dann haben wir es uns aber anders überlegt und möchten nun das komplette Gebäude über den Förderverein der Kunstszene zur Verfügung stellen, berichten Yvette Barteczko und Kai Henning Stecher im Gespräch mit dem Anzeiger.

Es soll keine klassische Verkaufsgalerie werden, vielmehr ist geplant, im Dreimonatsrhythmus Ausstellungen mit verschiedenen Künstlern laufen zu lassen. Wir malen selbst, sind eng mit dem Gießener Kulturamt verbunden und wissen, dass viele Künstler in der Region nach Ausstellungsflächen fragen, sagen die beiden, die das Haus für multimediale Ausstellungen eingerichtet haben. Die denkmalgeschützte Hofreite hat bis zu 690 Quadratmeter Ausstellungsfläche, der bereits ausgebaute Bereich im vorderen Teil des Gebäudes umfasst 140 Quadratmeter.

Acht kunstinteressierte Personen aus Langgöns und der Region haben den Förderverein für mittelhessische Kunst und Kultur kürzlich gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Yvette Barteczko und Kai Henning Stecher noch Peter Schmied, Kerstin Nicolai, Sven und Stefanie Bretthauer, Sabrina Gollnow und Kevin Röhrig.

Am 24. Mai wird die Galerie am Falltor mit einer ersten Vernissage offiziell eröffnet. In dieser Gemeinschaftsausstellung werden dann Werke von Yvette Barteczko, Kai Henning Stecher, Sigrid Böhmer, Peter Schmied und anderen zu sehen sein.

Mittelfristig wollen die beiden Hausbesitzer auch den hinteren Teil der Hofreite, der einen Stall, eine große Scheune und einen Garten beherbergt, sanieren und für eine künstlerische Nutzung vorbereiten. Hier könnten ebenfalls Ausstellungen, aber auch Workshops und ähnliche Aktionen stattfinden, denken Yvette Barteczko und Kai Henning Stecher in die Zukunft. Am kommenden Wochenende ist der Förderverein mit einem Stand auf der Langgönser Gewerbeausstellung im Bürgerhaus vertreten.